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Die Anspannung stand den Sängern ins Gesicht geschrieben. Das spielerische Necken der wöchentlichen Proben war in diesem Wettbewerbsumfeld kein Thema. Anstimmen – Einatmen – und schon hatte der Rhythmus von «Alla mattina» Sänger und Publikum ergriffen. Das Lied über ein einfaches Leben ohne Zucker und Butter klang so charmant, dass mancher Zuschauer unwillkürlich schmunzelte. Das Schmunzeln wich einem sanften Lächeln. «Rosmarie» von Georg Schlunegger ist die Geschichte eines Liebespaares. Die Männer sangen sich durch deren gemeinsame Zeit bis zum letzten Abschied. Doch mit diesem stillen Mitfühlmoment, begleitet von Alois Renggli am Akkordeon, wollte der Chor Zuhörerinnen und Zuhörer nicht entlassen. Mit «Dampfnudel» holten sie nicht nur das Schmunzeln des Publikums zurück, sie liessen es lachen. Denn wer kennt nicht die nostalgische Freude, wenn der Geruch der persönlichen Leibspeise durch die Küche zieht.
Erleichtert genoss der Männerchor Burg seinen wohlverdienten Applaus und keine zwei Stunden später das Lob des Experten Ueli Kilchhofer. «Sie haben einen tollen Job gemacht! Wenn man eine kleine Formation, wie die ihre sieht, zittert man mit jedem Teilnehmer.» Doch dieses Lampenfieber sei schnell verschwunden. Rhythmisch präzise, transparent, vielleicht hie und da einen Hauch zu scheu. «Doch bei «Rosmarie» habt ihr richtig abgehoben», geriet Ueli Kilchhofer ins Schwärmen. «So wie ihr den Raum mit Klang erfüllt habt, suchte ich im ersten Moment die zusätzlichen Mikrofone.» Er nenne das gerne «der Chor hat Flügel bekommen und gemeinsam abgehoben». Auf Erden erwartete die Männer das Prädikat «Vorzüglich». Ein Gepäckstück mit dem es sich trefflich in die Zukunft reisen lässt.

 

 Schloss Thun hat den Männerchor Burg im vergangenen Sommer begeistert. Und bald steht wieder eine Reise an. Diesmal geht es nach Hitzkirch. Doch nicht etwa zum Flanieren. Die Sänger aus Burg stellen sich am Innerschweizer Gesangfest dem Wettbewerb mit vielen anderen Chören. Die Spannung steigt...

 

Werden Traditionen mit Enthusiasmus gepflegt, sind sie lebendig. Für den Männerchor Burg ein wichtiger Grundsatz, wie die Mitglieder am vergangenen Donnerstag beim Singen im Pärkli eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. An diesem 6. Dezember war im Pärkli gegenüber Drogerie + Lebensmittel «Sommi» einiges los. Der VVB hatte den Samichlaus eingeladen. Die Geisseln waren zum Einsatz gekommen. Und als die Dunkelheit die Kerzen erstrahlen liess, stellte sich der Männerchor unter der liebevoll geschmückten Tanne auf. Die Weihnachtslieder entfalteten ihren Zauber. Besonders bei bekannteren Liedern wie «Leise rieselt der Schnee» oder «Oh du fröhliche» spürte man, wie im Publikum die Erinnerungen an frühere Weihnachtsmomente wach wurden. «Das Singen im Pärkli soll eine kleine Auszeit vom Alltagsstress sein», erklärte Walter Hausmann, Präsident des Männerchors Burg. «Und wer weiss, ob nicht der eine oder die andere plötzlich Zuhause weitersingt.»