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 Am vergangenen Samstagmorgen traten elf Mitglieder des Männerchors Burg bei schönstem Sonnenschein ihre Reise an. Das Ziel war Thun, das Tor zum Berner Oberland. Die elf musikalischen Touristen staunten nicht schlecht. Zwei Querstrassen vom Bahnhof entfernt standen sie an der Aare. Stadtführerin Patricia Niederhauser informierte über die Wasserregulierung durch die beiden im 18. Jahrhundert gebauten Schleusen bevor es weiterging in Richtung Rathausplatz. Historische Häuser bewohnt von Napoleons Nachfahren oder dem Schriftsteller Heinrich von Kleist, verschiedenste Wappen – schnell wurde den Männern klar: Thun hatte viel mehr zu bieten, als an einem Tag gesehen werden konnte. Die Klänge zweier Strassenmusikanten aus der Fussgängerzone begleiteten die wackeren Entdecker auf den Treppen Richtung Schloss. Und auf jeder neuen Ebene belohnte der Blick auf Stadt und Bergwelt für die Vielzahl der Stufen. In der Kapelle testete der Chor die berühmte Akustik mit «My Eveline». Der Applaus ehrte die Sänger ebenso wie die Erbauer des Gotteshauses. Die Zeit verging rasend schnell, galt es doch nach einer Schifffahrt über den Thunersee auf Schloss Hünegg weitere Schönheiten zu entdecken. Präsident Walter Hausmann, der die Reise organisiert hatte, freute sich an den faszinierten Gesichtern seiner Kollegen. «Ich bin schon gespannt, wie sie sich morgen in Spiez als Ritter schlagen», erklärte er mit einem Schmunzeln. Es sei verraten: Am Sonntagabend kehrten elf müde, aber glückliche Eroberer des Mittelalters nach Hause zurück. Bilder und Klänge der gemeinsamen Reise werden sie noch viele Tage begleiten…