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Die Anspannung stand den Sängern ins Gesicht geschrieben. Das spielerische Necken der wöchentlichen Proben war in diesem Wettbewerbsumfeld kein Thema. Anstimmen – Einatmen – und schon hatte der Rhythmus von «Alla mattina» Sänger und Publikum ergriffen. Das Lied über ein einfaches Leben ohne Zucker und Butter klang so charmant, dass mancher Zuschauer unwillkürlich schmunzelte. Das Schmunzeln wich einem sanften Lächeln. «Rosmarie» von Georg Schlunegger ist die Geschichte eines Liebespaares. Die Männer sangen sich durch deren gemeinsame Zeit bis zum letzten Abschied. Doch mit diesem stillen Mitfühlmoment, begleitet von Alois Renggli am Akkordeon, wollte der Chor Zuhörerinnen und Zuhörer nicht entlassen. Mit «Dampfnudel» holten sie nicht nur das Schmunzeln des Publikums zurück, sie liessen es lachen. Denn wer kennt nicht die nostalgische Freude, wenn der Geruch der persönlichen Leibspeise durch die Küche zieht.
Erleichtert genoss der Männerchor Burg seinen wohlverdienten Applaus und keine zwei Stunden später das Lob des Experten Ueli Kilchhofer. «Sie haben einen tollen Job gemacht! Wenn man eine kleine Formation, wie die ihre sieht, zittert man mit jedem Teilnehmer.» Doch dieses Lampenfieber sei schnell verschwunden. Rhythmisch präzise, transparent, vielleicht hie und da einen Hauch zu scheu. «Doch bei «Rosmarie» habt ihr richtig abgehoben», geriet Ueli Kilchhofer ins Schwärmen. «So wie ihr den Raum mit Klang erfüllt habt, suchte ich im ersten Moment die zusätzlichen Mikrofone.» Er nenne das gerne «der Chor hat Flügel bekommen und gemeinsam abgehoben». Auf Erden erwartete die Männer das Prädikat «Vorzüglich». Ein Gepäckstück mit dem es sich trefflich in die Zukunft reisen lässt.

 

(grh) - Gleich zwei wichtige Termine standen vergangene Woche für die Mitglieder des Männerchors Burg an: Zum einen ihr Konzert im Asana Spital Menziken, zum anderen die Generalversammlung. Das Fazit am Sonntagabend? Dieser Verein hat noch viel vor.
In einem Krankenhaus ist es normalerweise eher ruhig. Doch mit dem Besuch des Männerchors Burg änderte sich das im Asana Spital Menziken vergangenes Wochenende auf wunderbare Weise. Schon während des Einsingens spitzen Seniorinnen, Senioren, Patienten und Personal auf den Fluren wie in der Cafeteria neugierig die Ohren. Kurz vor Konzertbeginn fanden sie und viele weitere Musikfreunde sich im Saal 1 ein. Unter ihnen auch Cornelia Filippini, Leitung Aktivierungstherapie, die den Anlass organisiert hatte. «Wir versuchen jeden Monat einen kleinen Veranstaltungshöhepunkt zu gestalten. Der Männerchor ist mir empfohlen worden und ich freue mich auf das Programm.» Die engagierten Sänger machten ihrem Publikum Lieder wie «Buona Sera Signorina», «Wonderful World» und den «Babysitter-Boogie» zum Geschenk. Mit strahlendem Lächeln erklärte eine Zuhörerin: «Da kommt richtig Leben in den Alltag.»
An Lebhaftigkeit mangelt es dem Männerchor Burg wahrhaftig nicht. «Und das soll auch in Zukunft so bleiben», fasst Präsident Walter Hausmann die Beschlüsse der GV zusammen. «Aus diesem Grund haben mein Vize Urs Rickenbach und ich auf die kommende Generalversammlung unsere Demission angekündigt.» Der Verein lasse sich gerade einiges einfallen, um sangesfreudige Herren für sich zu gewinnen. «Neue Stimmen, neue Ideen sollen Platz haben, sich zu verwirklichen», erklärt Walter Hausmann und fügt mit einem Lächeln hinzu: «Denn Musik macht das Leben bunt und das wissen wir Sänger aus Leidenschaft am Besten.»