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Auf dem Weg nach Weihnachten

Das Singen im Pärkli ist eine Tradition, die der Männerchor Burg seit Jahren pflegt. Ihr Auftritt am Freitagabend zeigte eindrücklich, was Tradition von Gewohnheit unterscheidet: Die Begegnung der Menschen.

 

«Stil isch d’Nacht, heilig isch d’Nacht. D’Ängel händ e Botschaft bracht…». Die ungewohnte Sprache zur wohlbekannten Melodie entfaltete ihren eigenen Zauber. Der Männerchor Burg setzte mit diesem Auftritt den besinnlichen Höhepunkt hinter ein ereignisreiches Jahr. Das Chor-Open-Air in Küttigen, die Teilnahme am Innerschweizer Gesangfest, von dem die Männer mit einem «Vorzüglich» im Gepäck heimkehrten und natürlich der Burgerabend unter dem Motto «Villa Kunterbunt». «Ich freue mich und bin stolz auf all das, was wir gemeinsam erreicht haben», sagt Dirigent Lubomir Rachunek, der 2019 auch das Präsidium des Vereins übernommen hat. «Das Engagement der Mitglieder ist auf wunderbare Weise mit Applaus belohnt worden.»

Beim Singen im Pärkli war die Würdigung eine andere. Der VVB hatte mit vorweihnachtlicher Verpflegung und Dekoration eine Atmosphäre der Entspannung geschaffen. Der Männerchor liess die Augen der Gäste leuchten. Es wurde gelauscht, mitgesungen und der Stress liess nach. Begleitet vom Gesang machte man sich auf den Weg nach Weihnachten.

 

Der Männerchor beim Adventsauftritt

 

 

 

AZ, Dorfheftli und Burgerinfo

Pippi Langstrumpf hat dem Männerchor Burg ihr Zuhause geliehen. Diese besondere Bühne haben die Sänger am Wochenende für den Burgerabend genutzt und Gäste eingeladen.

Mit dem Kanon «Singen macht Spass» eroberte der Männerchor am Samstagabend die Bühne im fast ausverkauften Gemeindesaal. «Der Entertainer» war genau die passende Überleitung für die musikalischen Gäste: Das Brass Ensemble Birrwil. Ihr Temperament hätte eigentlich zum Tanzen eingeladen, doch dafür reichte der Platz zwischen den Tischreihen halt einfach nicht aus. Dafür boten «Die Dame vo de Harem» Gelegenheit zu lautem Lachen - selten sind Spitalhemden so kreativ verwendet worden. Und nach der Pause fand das Publikum bei der Trauffer-Adaption «Müeh mit de Chüe» den Kompromiss zwischen Sitzen und Tanzen: Schunkeln.
Walter Hausmann erlebte an diesem Abend eine persönliche Überraschung. Neun Jahre hatte er als Präsident des Männerchors dessen Geschicke geleitet und erhielt nach 11 Jahren für sein Engagement die Ehrenmitgliedschaft. 
Ein rundum gelungener Abend, der am Sonntagnachmittag seine Fortsetzung erfuhr. Als musikalische Gäste begeisterten die Spieler des Schwyzerörgeli-Trio Böju.
Das Rätselraten des Publikums begann nach den Konzerten: Was würde der Männerchor Burg sich wohl im kommenden Jahr einfallen lassen?

 


Die «Entertainer» trugen auch die passenden Hüte!


Selten sind Spitalhemden so kreativ verwendet worden!

 

Ein weiterer Bericht im Wynentaler Blatt vom Dienstag 12. November 2019


Um das PDF zu öffnen klicken Sie bitte hier ⇒ Burgerabend Wynentaler Blatt

 

 

 

Die Anspannung stand den Sängern ins Gesicht geschrieben. Das spielerische Necken der wöchentlichen Proben war in diesem Wettbewerbsumfeld kein Thema. Anstimmen – Einatmen – und schon hatte der Rhythmus von «Alla mattina» Sänger und Publikum ergriffen. Das Lied über ein einfaches Leben ohne Zucker und Butter klang so charmant, dass mancher Zuschauer unwillkürlich schmunzelte. Das Schmunzeln wich einem sanften Lächeln. «Rosmarie» von Georg Schlunegger ist die Geschichte eines Liebespaares. Die Männer sangen sich durch deren gemeinsame Zeit bis zum letzten Abschied. Doch mit diesem stillen Mitfühlmoment, begleitet von Alois Renggli am Akkordeon, wollte der Chor Zuhörerinnen und Zuhörer nicht entlassen. Mit «Dampfnudel» holten sie nicht nur das Schmunzeln des Publikums zurück, sie liessen es lachen. Denn wer kennt nicht die nostalgische Freude, wenn der Geruch der persönlichen Leibspeise durch die Küche zieht.
Erleichtert genoss der Männerchor Burg seinen wohlverdienten Applaus und keine zwei Stunden später das Lob des Experten Ueli Kilchhofer. «Sie haben einen tollen Job gemacht! Wenn man eine kleine Formation, wie die ihre sieht, zittert man mit jedem Teilnehmer.» Doch dieses Lampenfieber sei schnell verschwunden. Rhythmisch präzise, transparent, vielleicht hie und da einen Hauch zu scheu. «Doch bei «Rosmarie» habt ihr richtig abgehoben», geriet Ueli Kilchhofer ins Schwärmen. «So wie ihr den Raum mit Klang erfüllt habt, suchte ich im ersten Moment die zusätzlichen Mikrofone.» Er nenne das gerne «der Chor hat Flügel bekommen und gemeinsam abgehoben». Auf Erden erwartete die Männer das Prädikat «Vorzüglich». Ein Gepäckstück mit dem es sich trefflich in die Zukunft reisen lässt.