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Delegiertenversammlung CASW

Kategorie
Chorburg
Datum
Samstag, 14. März 2020 09:00 - 13:00

Delegiertenversammlung vom Chorverband Aargau Südwest: Musikalische Begrüssung der 18 Delegierten durch den Männerchor Burg.

 

 

Der Chorverband Aargau Südwest bleibt standhaft. Die Delegiertenversammlung auf der Burg fand statt. Die Plätze waren fein säuberlich nummeriert, bei Nummer 80 war Schluss. Es waren allerdings weniger als die Hälfte der Plätze besetzt, trotzdem war man beschlussfähig.

Der Bundesratsentscheid, nur noch Veranstaltungen bis maximal hundert Teilnehmern zu bewilligen, bedeutet faktisch einen Veranstaltungsstopp. Auch jene, die bisher trotz Corona an ihrem Anlass festhielten, mussten nun absagen. Die Delegiertenversammlung des Chorverbands Aargau Südwest (CASW) fand trotzdem statt und der Virus war allgegenwärtig.Auch beim Grusswort der Gemeinde wirkte er mit. Gemeindeammann Marcel Schuller überliess es Vizeammann Hans-Peter Steiner, dieses auszurichten, Schuller habe sich jüngst in einem «Risikogebiet» aufgehalten, erklärte Steiner und lieferte den Anwesenden einen vielseitigen Überblick über die zweitkleinste Aargauer Gemeinde, die bereits 1892 über zwei Telefonanschlüsse verfügte und die durch die Zigarrenindustrie eine Blütezeit erlebte. Heute muss sie sich finanziell zur Decke strecken.

Dann wickelte man zügig die Geschäfte ab. 18 Delegierte von 12 der insgesamt 26 Chöre waren anwesend, das reichte für die Beschlussfähigkeit. Diverse Delegierte liessen sich entschuldigen oder erschienen nicht. Die Plätze hatte man vorsorglich nummeriert, bei Nummer 80 war Schluss. Das wäre also nicht einmal nötig gewesen und der empfohlene Sicherheitsabstand von einem Meter war soweit kein Problem.

Der Männerchor Burg als Gastgeber sang zum Auftakt zwei lustige Lieder. Euphorie machte sich trotzdem nicht unbedingt breit. Aber das wäre auch ohne Corona kaum der Fall gewesen. Das Sängerwesen krankt selber auch und steckt in einer Langzeitkrise. Das Durchschnittsalter der Chöre steigt mit jenem ihrer Mitglieder. Man versucht mit Strategien und Massnahmen Nachwuchs zu gewinnen, der Erfolg ist bescheiden – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Der Verband besteht aus Männerchören, Frauenchören, Jugend- und Gemischten Chören sowie Chorgemeinschaften aus den Aargauer Bezirken Aarau, Kulm und Zofingen und laut Statistik aus insgesamt 26 Gesangsvereinen mit zusammengefasst 608 Sängerinnen und Sängern. Ende 2019 haben sich allerdings zwei davon aufgelöst. Der Männerchor Menziken und der Gemischte Chor Safenwil, immerhin gab es auch Neueintritte und die Sängerzahl im Verbandsgebiet blieb unter dem Strich unverändert. Zwei Kinderchöre haben sich, nachdem sie erst an der letzten der alle zwei Jahre stattfindenden Delegiertenversammlung als Mitglieder aufgenommen wurden, schon wieder aufgelöst. Trotzdem sind es gerade die Kinderund Jugendchöre, die dazu beitragen, dass es auch Lichtblicke gibt. 32 Neueintritte konnte man beispielsweise dank des Music4-Us Jugendchors aus Zofingen registrieren.

Die Strategie des Aargauischen Kantonal-Gesangvereins die im Jahr 2015 erarbeitet wurde und die Massnahmen gegen diese Entwicklung aufzeigt, wirkt offenbar punktuell. Dennoch glaubt Verbandspräsidentin Brigitte Barth, dass viele traditionelle Vereine mit dem Anspruch professionell zu arbeiten überfordert sind. Es würden wohl weiterhin Zusammenschlüsse auch innerhalb der Verbandsstrukturen stattfinden, glaubt sie: «Vielleicht muss man sich damit abfinden, dass Geliebtes und Vertrautes verschwinden wird», fasste sie es ernüchtert, aber nicht übellaunig zusammen.

Neues Präsidium

Brigitte Barth trat übrigens als Präsidentin ab. Sie wollte das eigentlich schon früher tun, es fand sich jedoch niemand für die Nachfolge. Das war auch diesmal so, weshalb sich der Vizepräsident Willi Badertscher und die ehemalige Präsidentin Anna Katharina Baumann für ein Co-Präsidium zur Verfügung stellten. Sie wurden mit Applaus gewählt.

Auch für Kassierin Dora Bär sucht man seit 2016 erfolglos eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Nachdem Dora Bär dann auf die DV 2018 demissioniert hatte, erklärte sie sich trotzdem bereit, die Kasse weiterhin zu betreuen. Und dieses Jahr erneut. Sie hofft aber darauf, dass in der nächsten Zeit jemand für die Arbeit gefunden wird.

Ehrungen

Fred Barthel, Musikdirektor und Vorstandsmitglied Brigitte Barth wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Wie immer an der Delegiertenversammlung warteten auch an dieser DV Urkunden, Abzeichen und Geschenke auf die neuen kantonalen und schweizerischen Veteraninnen und Veteranen. Allerdings war nur ein Sänger tatsächlich anwesend: Urs Rickenbach vom MC Burg. Er erhielt dafür doppelten Applaus.

 
 

Alle Daten

  • Samstag, 14. März 2020 09:00 - 13:00
 

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